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Susanne Schuda

Letztendlich bin ich Poet, und zumeist bekomme ich was ich will, 2008

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1970 in Wien, lebt in Wien
www.susanneschuda.net
 


Susanne Schuda, »Der Poet« [The Poet], 2008

Video, Loop, 4’, Bild / Picture: »Letztendlich bin ich Poet …« [After all, I’m a poet…]

digitale Fotocollage / Digital photo collage, C-Print auf Alu / on aluminium, 220 x 110 cm

Bildobjekt / Pictorial object: »Der Poet«, 180 x 65 cm, digitale

Fotocollage / Digital photo collage, C-Print auf Leichtschaumplatte / on polystyrene, Cut Out

Courtesy Dana Charkasi, Wien

Foto / Photo: Susanne Schuda

 
Aus ihren digitalen Montagen, die Susanne Schuda mit Animationen vermischt, entsteht ein Bild-, Text- und Soundteppich, der es ihr erlaubt, unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit zusammenzuführen und damit neue, oftmals sehr persönliche Sichtweisen auf das Leben mit öffentlicher Wissensund Wirklichkeitsproduktion zu vermengen.

In der Installation Letztendlich bin ich Poet, und zumeist bekomme ich was ich will collagiert Schuda Versatzstücke des öffentlichen und privaten Lebens zu einem poetischen Geflecht. Der Poet entwickelt sich im Lauf der Videonarration von einem feinsinnigen Menschen zu einem Individuum, das den Hass auf sich selbst in einen Hass gegen das andere verkehrt. Blut spritzt, Stahlseile durchtrennen Körperteile und das alles kommt in einer bewusst überästhetisierten, ja fast lifestyle-artigen Bildkonstruktion zusammen. Irgendwie scheint man die (Sprach-)Bilder, die sich entlang der Gedankenwelt des Poeten entwickeln, zu kennen. Es könnten Bilder aus Modejournalen und Reisemagazinen sein, es könnte sich aber genauso gut um Bilder aus Krisengebieten irgendwo in der Welt handeln, die im Video und in der Installation einen neuen Kontext finden und den Imaginationsprozess des Protagonisten vorantreiben. Die Künstlerin spielt mit dem kollektiven Unterbewussten, das sie durch erzählerische Elemente in einem medialen Raum visualisiert. Mehr noch, sie unterstreicht dieses Unterbewusste durch ganz bewusste Überinszenierung, Ausdehnung und Überspitzung. In der intermedialen Arbeit erzeugt sie mittels ihrer digitalen Formensprache eine düstere Atmosphäre, die die Stimmung unserer Zeit auf schizophrene Weise widerspiegelt und gleichzeitig Zukünftiges und Vergangenes imaginieren lässt.

(Franz Thalmair)

 

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