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Leopold Kessler

decoy duck feeding, 2008

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1976 in München / Deutschland, lebt in Wien
 


Leopold Kessler, »decoy duck feeding«, 2009

Video, 3’05’’

Courtesy Galerie Andreas Huber

 
In seinen Videoarbeiten und Interventionen beschäftigt sich Leopold Kessler mit den strukturellen Bedingungen gesellschaftlicher Abläufe und den teils überbordenden und von diversen Regelungen geprägten Organisationsformen des Zusammenlebens.

In humorvoller Weise greift Kessler dabei in vorgefundene, zumeist öffentlich zugängliche Situationen ein, die zu einer Denotierung und partiellen Umwidmung der gesellschaftlichen Übereinkünfte und Konventionen führt. Meist in Monteursgewand gekleidet, das Kessler einen vermeintlich professionellen Status verleiht und ihn vor unliebsamen Fragen schützt, greift er in diverse technische wie organisatorische Regelsysteme ein. Kessler manipulierte eine Lichtanlage einer Pariser Straße, sodass die Straßenlaternen nach einem von ihm gewählten Rhythmus brannten. In Graz veränderte er die Strahlkraft des Hauptplatz-Brunnens, wodurch sich das Wasser außerhalb der Auffangbecken ergoss. Im Zentrum der Arbeit für die TRIENNALE LINZ steht eine Vogelfütterung an einem Teich in Malmö, gefilmt von zwei ferngesteuerten Lockenten mit integrierten Kameras. Entenfüttern gilt als harmlose, entspannende Beschäftigung, die gern von älteren Leuten oder auch Menschen mit wenig Geld und viel Zeit praktiziert wird. Dabei spielt nach Ansicht des Künstlers weniger der geringe finanzielle Aufwand eine Rolle als vielmehr die Möglichkeit der Machtausübung. Aus der Vogelperspektive erscheint der Vorgang jedenfalls als erbarmungsloser Kampf aller gegen alle. Das Video wird in einer Installation mit den zwei verwendeten Lockenten gezeigt.

(Sandro Droschl, Leopold Kessler)

 

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