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Caroline Heider

The Mink Source (Elfie-Semotan-Serie), 2009

Against Interpretation II Variation für Cello, frei nach Joseph Haydn op. 76 Nr. 3

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Performance:

05. Juni 2010, 19.00 - 19.30 Uhr

Fotobuchpräsentation:

24. Juni 2010, 19.30 Uhr

Ab 20.30 Uhr "Meet the artist at La Paloma-Bar!“

Ausstellungsort:

Landesgalerie Linz

geboren 1978 in München, lebt in Wien
 


Caroline Heider, »The Mink Source N°2« aus der / from the »Elfie-Semotan-Serie« [Elfie-Semotan-series], 2009

Pigmentdruck auf Papier, gefaltet / Pigment print on paper, folded · Foto hier / Photo above: 140 x 82,5 cm

Courtesy Galerie Winiarzyk, Wien

 
Caroline Heider geht in ihrer Arbeit von vorhandenen Bildern aus, einer öffentlichen Bilderwelt, wie sie etwa in Zeitschriften vermittelt wird. Mediale Bilder sind eine eigene Realität und wirken auf die Welt zurück. Das Interesse der Künstlerin gilt diesem Prozess und dem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext der Bilder. Insbesondere geht sie der Frage nach, wie Bilder im Kontext künstlerischer Produktion funktionieren.

Caroline Heider eignet sich für ihre Arbeiten fremde Bilder an, löst sie aus ihren Kontexten heraus, reproduziert und verarbeitet sie. Ein entscheidender »Kunstkniff« dabei ist die Faltung der Bilder: Anders als bei der Methode der Collage, die ausgeschnittene Bilder in Teilen zueinanderfügt, bleibt die Fläche gefalteter Bilder prinzipiell intakt – durch die Falte als bewusste Setzung entsteht ein zweidimensionaler Bildkörper, in dessen »Schatten« Bildteile immer noch vorhanden, wenn auch verborgen sind. Oft entstehen dadurch Bilder von fragmentierten (Frauen-)Körpern, wobei die den Körper innerhalb der Gesellschaft kodierenden (Mode-)Accessoires bedeutungsmäßig in den Vordergrund treten. Im Fall der in der Ausstellung gezeigten Pelzchen-Serie stammen die Vorlagen von Elfie Semotan aus einem gedruckten Katalog des Pelzhauses Liska. Der Untertitel lautet »Elfi-Semotan-Serie«, als Referenz an die Grande Dame der österreichischen (Mode-)Fotografie. Elfi Semotan hatte als Idee für diese Werbung einen Malereiband angegeben, in dem sie wohl Bilder von Raffael gesehen hatte. Die Posen im Werbekatalog sind an die aus der malerischen Vorlage angelehnt. Die Grenze zwischen Kunst und Werbung verläuft bei Semotan anders als bei Heider unscharf.

(Rainer Iglar)

Anläßlich der Langen Nacht der Bühne am 5. Juni. 2010 präsentiert Caroline Heider eine musikalische Performance, die in enger Beziehung zu ihren künstlerischen Arbeiten steht. Ihre fotografische Serie »The Mink Source (Elfie-Semotan-Serie)«, die im Rahmen der TRIENNALE LINZ 1.0 in der Landesgalerie Linz gezeigt wird, transformiert Bilder durch das Prinzip der Faltung. Diese Vorgehensweise findet nun ihre Entsprechung in einem Musikstück, das auf besondere Weise mit der Geschichte der Landesgalerie Linz verbunden ist. »Verstehen heißt Interpretieren (...) Interpretieren heißt das Phänomen neu formulieren, letztlich ein Äquivalent für das Phänomen finden.« Susan Sontag schreibt diesen Satz in ihrem Text Gegen Interpretation. Wie verhält es sich mit einer Interpretation, wenn es sich nicht um eine Textliche, sondern um eine Skulpturale, eine Musikalische und eine Bildliche handelt? Zur Eröffnung  des Francisco Carolinums, der heutigen Landesgalerie Linz, am 29. Mai 1895, wurde das Kaiserlied, bekannt als die Melodie des 2. Satzes Opus 76 Nr. 3 hier zu Ehren Kaiser Franz Josephs I gespielt. 115 Jahre später hören und sehen Sie eine Interpretation.

(Caroline Heider)

 

 

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