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Katharina Gruzei

Sander Remixed, 2010

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

Landesgalerie Linz

geboren 1983 in Klagenfurt, lebt in Linz und Berlin
www.katharinagruzei.blogspot.com
 


Katharina Gruzei, Ausschnitt aus der fotografischen Wandinstallation / Details of the photographic wall installation »Sander Remixed«, 2010

 

Oben rechts / top, right: August Sander, »Geschwisterpaar« [Siblings] [Franziska und Richard Edlbacher], 1907–1909

Carte de cabinet, Oberösterreichische Landesmuseen / Landesgalerie Linz

Oben links / top, left: Reproduktion von / of: August Sander, »Frau eines Malers« [Wife of a painter] [Helene Abelen], um / c. 1926

Unten Mitte / below, middle: Reproduktion von / of: August Sander, »Herrenportrait« [Portrait of a gentleman] [Rudi Geyer], nach / after 1903, Privatbesitz / in private ownership

Unten rechts / below, right: Katharina Gruzei, »Untitled«, 2009 Tintype, 14 x 10,5 cm

Übrige: anonym, verschiedene Techniken und Maße / all other details: anonymous, various techniques and measurements

Für / for August Sander © Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VBK Wien, 2010

Für / for Katharina Gruzei © VBK Wien, 2010 / Courtesy Charim Galerie, Wien

 
Katharina Gruzei beschäftigt sich in Form von filmischen und fotografischen Arbeiten hauptsächlich mit gesellschaftspolitischen, geschlechtsspezifischen und medienanalytischen Fragestellungen. Ausgehend von einem Konvolut von Porträtfotografien August Sanders in der Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen, hat sie ein rechercheorientiertes Fotoarchiv angelegt.

Die Mattkollodium-Abzüge von Sander aus seinen Linzer Jahren 1901–1909 werden zwischen Fotografien unterschiedlicher Provenienz gezeigt: Historische Studioporträts und Amateurfotografien vom Flohmarkt hängen neben Sander-Reproduktionen und Selbstporträts der Autorin – Vor- und Nachgänger ohne hierarchische Differenzierung, ohne Kenntlichmachung von Sanders Vintage-Prints durch eine museale Bewunderungsanweisung. Die Anonymisierung der »Meisterwerke« und die »museale Aufwertung « der zu »found footage« gewordenen Abzüge schaffen Raum für Vergleiche. Korrespondenzen werden erkennbar und verdeutlichen, wie sehr Motive, Kompositionen und Posen den Inszenierungsvorgaben fester Bildkanons folgen. Über diese Studie hinaus hat sich die Künstlerin in einer Studiokulisse Versatzstücke dieses Repertoires angeeignet und diese ironisch verfremdet. Dabei verweist die Unikat-Technik der Tintype auf die Formung kollektiver Bildwelten durch die fotografische Vervielfältigung. Die genderkritischen Selbstinszenierungen mischen (sich) als Performances im Bild unauffällig (unter) die Herrschaften (auf).

(Stefanie Hoch)

 

 

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