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Eva Grubinger

Tank Trap, 2004

Spartacus, 2007

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1970 in Salzburg, lebt in Berlin und Linz
www.evagrubinger.com
 


Eva Grubinger, »Tank Trap«, 2004

Stahl, Farbe / Steel, colour · 190 x 120 x 90 cm

© VBK Wien, 2010

 

Eva Grubinger, »Spartacus (Tribunes)«, 2007

Pulver-beschichteter Stahl, PVC-beschichtetes Drahtgeflecht, Dimension variabel / Powder-coated steel, PVC-coated mesh wire, dimensions variable

© VBK Wien, 2010

 
Die Skulpturen, Installationen und Fotos von Eva Grubinger sind formale Abstraktionen komplexer sozialer Kommunikation. In einer am Minimalismus geschulten Ästhetik lassen sie räumliche, psychologische und mediale Repräsentationen von Macht sichtbar werden. Sie weichen immer wieder von der scheinbaren Eindeutigkeit der zitierten Zeichen ab.

Die Ambivalenz zwischen konkretem Gegenstand und minimalistischer Abstraktion kommt auch in der Arbeit Tank Trap zum Tragen, welche auf die Typologie einer Panzersperre Bezug nimmt und den Regeln des Goldenen Schnitts zu folgen scheint.

Für die Schirn Kunsthalle Frankfurt hat Eva Grubinger unter dem Titel Spartacus drei raumgreifende Installationen im Innen- und Außenraum sowie eine Fotoserie geschaffen, welche die normierenden und disziplinierenden Funktionen öffentlicher Institutionen und Gebäude thematisieren. Spartacus besteht aus zwei sich gegenüberstehenden Tribünen, einem Beobachtungs- bzw. Aussichtsturm sowie einem gleißenden Scheinwerfer. Ein schwarzer Maschendrahtzaun als wiederkehrendes Element verwandelt die Orte in ein suprematistisches Aufgebot von Strich, Kreis und Quadrat. Die Arbeiten gehen mit den BetrachterInnen unterschiedliche Blickbeziehungen ein; was wie ein harmloses urbanes Spielfeld erscheint, wird im nächsten Moment zum gefängnisartigen Court. Der Titel Spartacus weckt Assoziationen an den Aufstand des römischen Sklaven und Gladiators gegen die herrschende Gesellschaftsklasse. Die Arbeit nimmt den Diskurs um aktuelle Bedrohungsszenarien, die wachsende Überwachung und ihre vermeintliche Schutzfunktion auf.

(Genoveva Rückert)

 

 

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