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Michaela Grill

cityscapes, 2007

Sommerkino unter Sternen:

08. Juli - 18. Juli 2010

täglich 21.00 - 23.30 Uhr

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1971 in Feldbach, lebt in Wien
 


Michaela Grill, »cityscapes«, 2007

Komposition / Music: Martin Siewert

35 mm, 16’

 
Die Wahrnehmung der Stadt in der Moderne ist gekennzeichnet durch Flüchtigkeit und Zufälligkeit. Diese setzt sich zusammen aus vorbeirasenden Fragmenten von sozialen und architektonischen Konstruktionen. cityscapes versucht, Archivaufnahmen aus dem Österreichischen Filmmuseum in diesem Sinne lesbar zu machen.

Einzelne Bilder werden aus dem kinematografischen Fluss isoliert und die ihnen eingeschriebenen Wahrnehmungsmöglichkeiten untersucht. Für Walter Benjamin zerfällt die Geschichte in Bilder, nicht in Geschichten – »cityscapes« ist eine Spurensuche nach solchen Bildern.

(Michaela Grill, Martin Siewert)

In gewissem Sinne ist cityscapes eine Versuchsanordnung darüber, wie das »dritte Leben« der bewegten Bilder des 20. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert aussehen könnte. Die Wien-Aufnahmen, die Michaela Grill digitalisiert und bearbeitet hat, stammen durchwegs aus Archivfilmen – Fragmente verloren gegangener Aktualitäten und Wochenschauen, herren- und urheberlose Artefakte, die Ruinen von Film- und Lebenspraktiken der ersten beiden Jahrzehnte des Kinos. Wenn der Film für Walter Benjamin das vormoderne Geschichtsverständnis mit dem »Dynamit der Zehntelsekunde« gesprengt und die Welt als fragmentarisiert wahrnehmbar gemacht hat, so weist cityscapes uns in Bild und Ton auf die radikale Kontingenz des digitalen Kodierungs- und Dekodierungsprozesses hin: Binäres Wissen ist ein Maschinen-Wissen, aus dem wir versuchen, Bilder, Töne, Melodien und Geschichten zu (re-)konstruieren.

(Michael Loebenstein)

 

 

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